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Schriftliche Anfrage zu häuslicher Gewalt & Partnerschaftsgewalt im Landkreis Freising

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Gestern wurde die Kriminalstatistische Auswertung Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes für das Berichtsjahr 2019 veröffentlicht. Fast an jedem dritten Tag wurde demnach eine Frau in Deutschland von ihrem (Ex-)Partner getötet. Die Corona-Pandemie hat für viele Personen die Situation verschlimmert, wir als FDP im Kreistag Freising haben deshalb eine Anfrage an Landrat Helmut Petz gestellt.

Im Jahr 219 wurden über 140.000 Menschen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt. Die Dunkelziffer dürfte deutlich darüber liegen. 81 Prozent der Opfer sind Frauen und die Hälfte der Opfer lebt zum Tatzeitpunkt mit dem Täter in einem Haushalt. Die Opferzahl nimmt seit Jahren kontinuierlich zu, jetzt während der Corona-Pandemie dürfte sich die Lage für viele Betroffene extrem verschärft haben. 
Medienberichten zufolge ist das Frauenhaus in Freising massiv nachgefragt. Es ist wichtig den Betroffenen helfen zu können – gerade jetzt in diesen Zeiten, aber natürlich auch darüber hinaus. Mit unserer Anfrage möchten wir dieses so wichtige Thema beleuchten und mehr Erkenntnisse gewinnen, um notwendige Maßnahmen ableiten zu können.

Schriftliche Anfrage

Sehr geehrter Herr Landrat Petz,

gestern wurde die Kriminalstatistische Auswertung Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes für das Berichtsjahr 2019 veröffentlicht.  

Als FDP im Kreistag Freising stellen wir deshalb folgende Anfrage:

  1. Liegen dem Landratsamt Daten zu Partnerschaftsgewalt im Landkreis Freising vor? 
    • Wenn ja, bitte spezifizieren: Fallzahl insgesamt, Aufteilung der Delikte, Beziehung des Opfers zur Tatverdächtigen Person, Aufteilung der Opfer nach Geschlecht und Altersklasse
  2. Welche präventiven Maßnahmen unternimmt der Landkreis Freising, um häuslicher sowie sexueller Gewalt und Partnerschaftsgewalt vorzubeugen und mit welchen Angeboten unterstützt der Landkreis Personen in einer solchen Notlage? 
  3. Wie viele Hilfeersuchen zur Unterkunft im Frauenhaus und anderen Schutzeinrichtungen mussten nach Information des Landratsamtes im Jahr 2018, 2019 und bis dato im Jahr 2020 wegen Platzmangel abgelehnt werden? Wurde bzw. wie wurde den Betroffenen anderweitig geholfen?
  4. Wie haben sich häusliche Gewalt und Partnerschaftsgewalt im Landkreis Freising nach Kenntnis des Landratsamtes seit Beginn der Covid-19-Pandemie verändert?
  5. Wie haben sich der Zulauf im Frauenhaus und anderen Schutzeinrichtungen im Landkreis Freising nach Kenntnis des Landratsamtes seit Beginn der Covid-19-Pandemie verändert?

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Hartmann & Tobias Weiskopf

Hilfe in Notsituationen

Häusliche Gewalt gegen Frauen:

08000 / 116 016

Häusliche Gewalt gegen Männer:

0800 / 123 99 00

Hilfe bei sexualisierter Gewalt:

0800 / 22 55 530

“Nummer gegen Kummer” (für Kinder und Jugendliche):

116 111

Hilfe für Opfer von Straftaten:

116 006

Telefon-Seelsorge:

0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222

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