Zurück zum Blog

Hubschrauberstaffel nach Oberschleißheim

Headlinebild zum Blogpost

Der Umzug der Hubschrauberstaffel der Polizei Bayern vom Flughafen nach Oberschleißheim, wo die Fliegerstaffel der Bundespolizei bereits seit Jahren stationiert ist, ist mehr als sinnvoll.

Die Zusammenlegung bietet merkliche Synergieeffekte. So wurde ein gemeinsames Gebäude geplant, die neuen Hallen und Büroräume der Bundespolizei sind bereits gebaut und in Betrieb. Auch der Tower, die Tankstelle, die Werkstatt oder Abstellflächen können gemeinsam genutzt werden – das spart Kosten und damit unsere Steuergelder.

Auch bei großen Einsatzlagen, zuletzt beispielsweise beim Amoklauf in München oder dem G7-Gipfel in Elmau, arbeiten Landes- und Bundespolizei bereits eng zusammen, ein gemeinsamer Standort ist gerade für solche Situationen ein entscheidender Vorteil.

Zur nachhaltigen Haushaltspolitik, die die beiden Grünen-Landtagsabgeordneten in Zeiten von Corona völlig zurecht fordern, gehört auch ein Blick aufs Ganze: Ein Umzug würde zwar wohl über 40 Millionen kosten, aber jährliche Mieten in Millionenhöhe für die Hallen und horrende Landegebühren am Flughafen einsparen.

Und der Standort liegt auch nicht mitten in einem Wohngebiet, sondern über zwei Kilometer südlich von Oberschleißheim an der A99. Den Gegnern des Umzugs würde bestimmt ein Gespräch mit aufgespürten Vermissten, geretteten Wanderern sowie Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr guttun – vielleicht würden sie dann den „Lärm“ eher als „Sound of Rescue“ auffassen – denn kein Polizeihubschrauber fliegt aus Jux und Tollerei, sondern für unsere Sicherheit.

Leserbrief zum Artikel „Umzug stoppen“, Süddeutsche Zeitung vom 21. Juli 2020

Kommentare sind geschlossen.

Zurück zum Blog