Vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, einmal für eine Triathlon-Langdistanz zu trainieren. Sport spielte lange nur eine Nebenrolle in meinem Alltag. Der erste Halbmarathon unter zwei Stunden war damals ein persönlicher Meilenstein. Es folgten ein Marathon, eine Mitteldistanz im Triathlon – und schließlich die Entscheidung, mich auf eine Langdistanz vorzubereiten.
Was ich auf diesem Weg gelernt habe: Motivation ist wichtig. Aber ohne Struktur kommt man bei so einem Projekt nicht weit.
Der wichtigste Schritt meiner Vorbereitung war ein klarer Trainingsplan über mehrere Monate. Statt einfach „viel Sport“ zu machen, war jede Woche genau strukturiert:
Laufen, Radfahren, Schwimmen – aber mit unterschiedlichen Intensitäten und Zielen.
Der Plan arbeitet mit verschiedenen Belastungsstufen, etwa:
Diese Differenzierung war für mich ein echter Gamechanger. Früher bin ich oft einfach „zu schnell“ gelaufen – und damit weder richtig schnell noch wirklich ausdauernd geworden.
Mit einem strukturierten Plan hat jedes Training einen klaren Zweck.
Eine typische Trainingswoche bestand aus einer Mischung aus Belastung und Regeneration.
Zum Beispiel:
Das Entscheidende dabei: Nicht jede Einheit ist maximal anstrengend. Im Gegenteil – der Großteil findet bewusst im ruhigen Bereich statt.
Das fällt vielen am Anfang schwer. Mir auch. Aber genau dort entsteht die Grundlage für lange Wettkämpfe.
Der Trainingsplan war über viele Wochen aufgebaut. Jede Woche erhöhte sich die Belastung leicht, bevor wieder eine etwas ruhigere Phase kam.
Diese Progression sorgt dafür, dass sich der Körper Schritt für Schritt an längere Distanzen gewöhnt.
Man merkt den Fortschritt oft erst rückblickend:
Das motiviert enorm.
Was viele unterschätzen: Triathlon-Vorbereitung ist kein Sprint. Es ist ein langfristiges Projekt.
Es gibt Wochen, in denen alles läuft. Und es gibt Wochen, in denen Training, Arbeit und Alltag schwer zusammenpassen.
In diesen Momenten hilft ein einfacher Gedanke:
Man muss nicht perfekt trainieren – man muss einfach dranbleiben.
Selbst wenn eine Einheit ausfällt oder nicht optimal läuft, bringt jede Woche kontinuierliches Training einen Schritt nach vorne.
Als ich schließlich meine Langdistanz gefinisht habe, war das Gefühl kaum zu beschreiben. Nicht nur wegen des Wettkampfs selbst – sondern wegen des Weges dorthin.
Viele Monate Training. Frühe Morgenstunden. Lange Radeinheiten. Läufe bei jedem Wetter.
All das zeigt einem etwas Wichtiges:
Man kann viel mehr schaffen, als man am Anfang denkt.
Wer mit Ausdauertraining oder Triathlon beginnen möchte, braucht keine perfekte Ausgangsform.
Was wirklich zählt:
Der Rest kommt mit der Zeit.
Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal eine Triathlon-Langdistanz finishen würde, hätte ich wahrscheinlich gelacht.
Heute weiß ich: Mit Struktur, Ausdauer und ein bisschen Mut ist viel mehr möglich, als man glaubt. 🏊♂️🚴♂️🏃♂️
