Zum MVV-Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird das Linienbündel 665/666 grundlegend neu geordnet und deutlich ausgebaut.
Die Linie 666 verkehrt künftig weitgehend stündlich von Freising über Thalhausen, Schönbichl, Tünzhausen, Kranzberg, Leonhardsbuch, Oberallershausen, Reckmühle und Schlipps nach Hohenkammer.

Die Linie 665 wird beschleunigt und fährt in der Hauptverkehrszeit im 40-Minuten-Takt zwischen Freising Bahnhof, Allershausen Glonnterrassen, Eglhausen und Hohenkammer sowie durchgängig weiter nach Petershausen.

Auch am Wochenende und in den Abendstunden wird das Angebot auf beiden Linien ausgebaut. Eine große Veränderung ist der Wechsel vom bisherigen, stark auf die Unterrichtszeiten abgestimmten Fahrplan hin zu einem klaren Taktfahrplan mit festen, wiederkehrenden Abfahrtszeiten. Das bringt insgesamt viele Vorteile, führte in den ersten Planungen aber zu einigen Verschlechterungen im Schülerverkehr. Gerade für diese Linien ist das besonders relevant, da Schülerinnen und Schüler einen großen Teil der Fahrgäste ausmachen.
Deshalb haben wir die neuen Fahrpläne in den vergangenen Monaten intensiv mit den Unterrichtszeiten der Freisinger Schulen abgeglichen, konkrete Probleme aufgezeigt und immer wieder auf entsprechende Anpassungen gedrängt. Dabei waren mehrere Abstimmungsrunden mit dem Landratsamt und dem MVV notwendig.
Nach einem abschließenden Gespräch mit der Verwaltung in dieser Woche gibt es nun eine sehr erfreuliche Nachricht: Mit dem politischen Rückhalt unserer Landrätin Susanne Hoyer ist es gelungen, für nahezu alle offenen Punkte gute Lösungen zu finden. Damit sind wichtige Voraussetzungen geschaffen, dass der große Fahrplanwechsel im Dezember möglichst reibungslos funktioniert und die Neuordnung für die Schülerinnen und Schüler aus Allershausen und seinen Ortsteilen insgesamt eine Verbesserung bringt.
Eine ausführliche Übersicht über die einzelnen Probleme, unsere Vorschläge und die nun gefundenen Lösungen findet ihr im beigefügten PDF. Bei Fragen könnt ihr euch gerne bei mir melden.
Neuausschreibung Linien 665/666 & 680:
Fahrplan ab Dezember 2026 | Fokus Schülerverkehr
Stand: 19. September 2026: Seit unserem letzten Update konnten bei den noch offenen Punkten weitere Verbesserungen erreicht werden. Damit wurden inzwischen fast alle von uns identifizierten konkreten Anschlussprobleme entweder gelöst oder mit einer praktikablen Verbindung versehen.
I. Wesentliche Probleme im morgendlichen Schülerverkehr
- Hohe Busauslastung
Die von der Verwaltung übermittelten Schülerzahlen zeigen für die von uns durchgeführte optimalen Verteilungsmodellierung der Schüler gemäß ihrem Wohnort und der besuchten Schule eine sehr hohe Auslastung mit teils über 90 Personen pro Bus. Aktuell sind neun Busse im Einsatz, künftig jedoch nur noch acht. Trotz fünf Gelenkbussen auf den Schülerverstärkerfahrten erscheinen insbesondere die Sitzplatzkapazitäten knapp.
→ Zusätzlicher Bus weiterhin abgelehnt: Die Verwaltung bewertet die Kapazitäten anhand der insgesamt vorhandenen Sitz- und Stehplätze als ausreichend. Wir haben daher vereinbart, die tatsächliche Auslastung nach dem Fahrplanwechsel zu beobachten und bei Bedarf nachzusteuern. Sollte es zu überfüllten Bussen kommen, werden wir erneut auf ein zusätzliches Verstärker-Fahrzeug drängen – bei Bedarf gerne an uns wenden.
- Keine direkte Anbindung Schlipps/Reckmühle → RS Gute Änger
Rund 15 Schülerinnen und Schüler wären von der ursprünglich geplanten Verschlechterung betroffen gewesen.
→ Auf unseren Hinweis behoben: Morgens startet ein Direktbus zur Realschule Gute Änger nicht erst in Oberallershausen, Schroßlach, sondern bereits um 6:54 Uhr in Oberwohlbach und fährt über Deutldorf, Schlipps und Reckmühle.
- Keine attraktive Direktverbindung von Hohenkammer zum JoHo
Im ursprünglichen Fahrplanentwurf war morgens keine attraktive direkte Verbindung mehr von Hohenkammer zum Josef-Hofmiller-Gymnasium vorgesehen. Die Alternative wäre eine deutlich frühere Abfahrt mit großem Umweg über den gesamten Linienweg der 666 gewesen.
→ Auf unseren Hinweis teilweise behoben: Morgens startet ein Bus zum Josef-Hofmiller-Gymnasium bereits um 7:03 Uhr in Hohenkammer und fährt über Eglhausen und Oberallershausen nach Freising. Damit bleibt eine attraktive Verbindung erhalten. Da alle JoHo-Schüler entlang der bisherigen 665 auf diesen Bus angewiesen sind, werden wir insbesondere dessen Auslastung beobachten.
- Deutlich frühere Abfahrtszeiten als notwendig
Einige Busse sollten im ursprünglichen Fahrplan deutlich früher starten als notwendig.
→ Auf unseren Hinweis behoben: Die Abfahrtszeiten wurden wo immer betrieblich möglich um einige Minuten nach hinten verschoben, damit die Schüler nicht unnötig früh aus dem Haus müssen.
II. Wesentliche Probleme im nachmittäglichen Schülerverkehr
- Reduzierte Anzahl an Bussen ab 13 Uhr
Am Nachmittag sind künftig nur noch sechs Busse für beide Linien vorgesehen, bislang waren es sieben.
→ Zusätzlicher Bus weiterhin abgelehnt: Auch hier werden wir zunächst die tatsächliche Auslastung nach dem Fahrplanwechsel beobachten. Sollte sich zeigen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, werden wir erneut eine Verstärkung fordern. Gerne Hinweise an uns.
- Zu knapper Anschluss nach Unterrichtsende um 14:30 Uhr
Für Schüler von Berufsschule, FOS/BOS und Camerloher mit Unterrichtsende um 14:30 Uhr sollte die Linie 666 bereits um 14:32 Uhr an der Berufsschule abfahren. Zwei Minuten sind in der Praxis kaum ausreichend; wer den Bus verpasst, müsste rund eineinhalb Stunden warten.
→ Nach erneuter Intervention jetzt behoben: Nachdem eine Verschiebung zunächst aus umlauftechnischen Gründen abgelehnt wurde, wird nun der gesamte Nachmittagsumlauf der Linie 666 um zwei Minuten nach hinten verschoben. Dadurch stehen den Schülerinnen und Schülern vier Minuten nach Unterrichtsende zur Verfügung, um den Bus zu erreichen.
- Zu knapper Anschluss für JoHo-Schüler nach Unterrichtsende um 16:25 Uhr
Auch am JoHo bestand weiterhin ein Anschlussproblem: Der Bus sollte nur eine Minute nach Unterrichtsende an der Haltestelle Hofmiller-/Vimystraße abfahren.
→ Nach erneuter Intervention jetzt ebenfalls behoben: Durch die Verschiebung des gesamten Nachmittagsumlaufs der 666 um zwei Minuten erhalten auch die JoHo-Schüler nach Unterrichtsende um 16:25 Uhr künftig immerhin drei Minuten Zeit, um ihren Bus zu erreichen.
- Zwei nahezu parallele Fahrten via Kranzberg ab 16 Uhr, aber keine Direktverbindung nach Allershausen
Ursprünglich sollten die Linien 665V und 666 am Nachmittag innerhalb weniger Minuten nahezu parallel über Kranzberg und Leonhardsbuch verkehren. Gleichzeitig fehlte für Schüler nach 16 Uhr eine direkte Verbindung über Allershausen, Glonnterrassen.
→ Nach unserem Hinweis behoben: Eine der beiden Parallelfahrten wird künftig als direktere Verbindung geführt. Die 665V fährt über Berufsschule – Dorfacker/Eberspoint – Allershausen, Glonnterrassen – Hohenkammer, während die 666 weiterhin über Kranzberg – Leonhardsbuch verkehrt.
- Fehlende Heimfahrt nach Unterrichtsende um 17:10 Uhr vom JoHo
Schüler mit Unterrichtsende um 17:10 Uhr konnten die Fahrt um 17:15 Uhr ab Freising Bahnhof nicht erreichen. Als Alternative wäre erst die 665 um 17:55 Uhr geblieben – nach einem langen Schultag eine zusätzliche erhebliche Wartezeit. Unser Vorschlag, die Fahrt über die Jobsterstraße und Glonnterrassen zu führen, lässt sich aufgrund der örtlichen Situation insbesondere an der Autobahnbrücke derzeit nicht umsetzen.
→ Alternative Lösung gefunden: Allershausener Schüler können künftig mit der 666 bis Oberallershausen, Schroßlachfahren. Dort kommt der Bus um 18:03 Uhr an; bereits um 18:04 Uhr besteht die Weiterfahrt Richtung Allershausen, Glonnterrassen. Dieser Umstieg soll zum Fahrplanwechsel ausdrücklich kommuniziert werden.
→ Wichtig: Sollte sich der Ein-Minuten-Umstieg in der Praxis als nicht zuverlässig erweisen, wird gemeinsam mit dem MVV erneut geprüft, ob die Verbindung doch mit einen Schlenker über Allershausen, Glonnterrassen geführt werden kann.
- Wegfall der Verbindung nach Allershausen für JoHo-Schüler nach der 5. Stunde
Für JoHo-Schüler mit Unterrichtsende um 12:20 Uhr drohte gegenüber dem bisherigen Angebot eine Verschlechterung. Unser Vorschlag war deshalb, die ohnehin um 12:35 Uhr am Bahnhof beginnende 665 bereits vorher über Hofmiller-/Vimystraße und AOK fahren zu lassen, sodass auch JoHo-Schüler aus Allershausen eine Direktfahrt haben.
→ Umsteigeverbindung stellt Heimfahrt sicher: Nach der 5. Stunde fährt weiterhin eine Linie 666 von allen Schulen, auch vom JoHo. In Ampertshausen Abzw. kommt sie um 12:39 Uhr an, die 665 nach Allershausen/Hohenkammer fährt dort um 12:43 Uhr weiter. Damit besteht eine Verbindung mit nur einem Umstieg und vier Minuten Übergangszeit.
→ Weitere Verbesserung wird geprüft: Da gerade an Freitagen vor Schulferien diese Fahrten stark überlastet sind, wird zusätzlich geprüft, ob die 665 doch noch eine Vorleistung über die Schulen fahren kann. Dann könnte für diese Fahrt sogar vollständig auf den Umstieg verzichtet werden und es stünden zwei Verbindungen zur Verfügung.
- Keine Busverbindung um 14:30 Uhr an der RS Gute Änger
Viele Schüler nehmen bis 14:30 Uhr am Förder- und Wahlunterricht teil. Eine passende Heimfahrt fehlte bislang. Unser Vorschlag für eine zusätzliche Regionalbusfahrt wurde wegen des dafür erforderlichen zusätzlichen Fahrzeugs und hohen Zusatzkosten abgelehnt worden.
→ Über eine alternative Lösung verbessert: Auf unsere Anregung konnten stattdessen gemeinsam mit der Stadt Freising zwei Fahrten der Linie 645 um jeweils fünf Minuten verschoben werden. Dadurch entsteht nach Unterrichtsende um 14:30 Uhr eine zeitnahe Verbindung zum Freisinger Bahnhof mit Anschluss an die Regionalbuslinien (Abfahrt nach Allershausen/Hohenkammer mit der Linie 665 bspw. um 15.15 Uhr).
- Fehlender Anschluss am Freisinger Bahnhof am Nachmittag
Im ursprünglichen Fahrplan waren die beiden Verstärkerverbindungen nicht aufeinander abgestimmt: Eine Fahrt bedient die RS Gute Änger, die andere die Schulen auf der nordöstlichen Isarseite; je eine Fahrt fährt anschließend weiter Richtung Allershausen/Hohenkammer bzw. nach Kranzberg. Ein Wechsel zwischen beiden Verbindungen war am Bahnhof nicht möglich.
→ Auf unseren Hinweis behoben: Die Fahrzeiten wurden so angepasst, dass sich beide Verbindungen künftig am Freisinger Bahnhof treffen und dort ein Umsteigefenster besteht. Damit können Schüler am Bahnhof zwischen beiden Fahrten wechseln und so sowohl die Strecke über Kranzberg als auch über Allershausen nach Hohenkammer nutzen.
- Auffällig späte Fahrten um 15:30/15:35 Uhr
Wir hatten hinterfragt, weshalb die Fahrten um 15:30 Uhr ab RS Gute Änger und 15:35 Uhr ab Berufsschule so spät verkehren und angeregt, sie nach Möglichkeit um etwa 15 Minuten vorzuziehen.
→ Hintergrund inzwischen geklärt: Die Fahrten sind insbesondere auf den Schulschluss der Montessori-Schule um 15:25 Uhr ausgerichtet. Eine Vorverlegung würde damit an anderer Stelle einen wichtigen Schüleranschluss beseitigen und die Wartezeiten somit in Kauf genommen.
III. Neue Haltestellen in Allershausen
- Zusätzliche Haltestelle an der Ampertalstraße für nördlichen Gemeindeteil
→ Auf unsere Anregung zum Fahrplanwechsel umgesetzt: Allershausen erhält eine neue Bushaltestelle in der Ampertalstraße, direkt an der Fußgängerampel an der Ecke Mühlbachstraße. Sie wird von der neuen Ampertallinie 680 (Petershausen – Allershausen – Kirchdorf – Zolling – Moosburg) bedient. Dadurch wird insbesondere der nördliche Teil Allershausens besser an den ÖPNV angebunden. Auch für die Bewohner der Seniorenresidenz St. Josef verkürzt sich der Weg zur nächsten Bushaltestelle deutlich.
- Zusätzliche Haltestelle bzw. Linienführung über die Jobsterstraße
Ebenfalls geprüft wurde eine zusätzliche Haltestelle in der Jobsterstraße. Sie hätte
Schülern aus dem südlichen Allershausen (insb. aus dem Neubaugebiet Eggenberger Feld Süd) einen wohnortnäheren Einstieg ermöglicht und den problematischen Fußweg über die Autobahnbrücke nach Eggenberg vermieden.
→ Leider nicht umsetzbar: Beim gemeinsamen Ortstermin mit Bürgermeister, Polizei, Straßenverkehrsbehörde, MVV und Landratsamt zeigte sich jedoch, dass die Strecke derzeit nicht mit Linienbussen befahren werden kann. Zum einen stehen die Baumreihen östlich der Jobsterstraße zu nah an der Fahrbahn, wodurch Äste die Fahrzeuge gerade im Winter beschädigen könnten. Entscheidend ist aber vor allem die Autobahnbrücke: Ihre Auf- und Abfahrten sind so schmal, dass sich ein Linienbus und ein entgegenkommendes Auto dort nicht sicher begegnen können. Gleichzeitig ist die Brücke nicht vollständig einsehbar. Da ein Linienbus im Begegnungsfall dort nicht einfach zurücksetzen kann, wurde die vorgeschlagene Linienführung als nicht umsetzbar bewertet. Es wird daher der etwas weitere, aber sichere Weg zur Haltestelle in der Ortsmitte an den Glonnterassen empfohlen.
Fazit
Wir haben frühzeitig auf die zahlreichen Probleme für Schüler im Zuge der großen Fahrplanumstellung hingewiesen. Der Wechsel von einem auf die Schulzeiten zugeschnittenen Fahrplan hin zu einem klaren Taktfahrplan mit festen, wiederkehrenden Zeiten bringt viele Vorteile, durfte aber nicht dazu führen, dass wichtige Schülerverbindungen verloren gehen. Zunächst wurden nur wenige Probleme gelöst, andere von der Verwaltung als hinnehmbar bewertet. Wir sind bei den einzelnen Punkten jedoch hartnäckig geblieben, damit zum Fahrplanwechsel möglichst alles reibungslos funktioniert. Mit dem politischen Rückhalt unserer Landrätin Susanne Hoyer ist es nun gelungen, für nahezu alle offenen Punkte gute Lösungen zu finden. Unser Dank gilt auch der Verwaltung, stellvertretend dem Sachgebietsleiter Lars Tauber, sowie den Kollegen des MVV. In den vergangenen Wochen wurden unsere Vorschläge und Alternativen intensiv geprüft und gemeinsam praktikable Lösungen entwickelt. Der Austausch war sehr konstruktiv mit dem Ziel, den Fahrplan für die Schüler zu verbessern.
Susanne Hartmann & Tobias Weiskopf
